Ballett TN LOS!

Der Beginn/ Petruschka/ Playdead Ballett ab 25. Februar 2022, Theater Nordhausen, Großes Haus

Herzlich Willkommen

 

Hoch motiviert ist sie, unsere Ballett-Compagnie, und wild entschlossen, ihrem Publikum packende und poetische Momente zu schenken. Mit »Carmen« brachte das Ballett TN LOS! ein spannendes Psychogramm gleich zu Beginn der Spielzeit auf die Bühne. Sehnsüchte, Hoffnung und Enttäuschung tanzte die Compagnie in »Verklärte Nacht« und im Februar setzten wir mit »Petruschka« und Douglas Lees Ballett »Playdead« neue Impulse . Am 20. Mai lädt das Ballett TN LOS! ein zur Nordhäuser Ballettgala. Gäste werden erwartet – u.a.  die Tanzcompany Gießen mit Chefchoreograf Tarek Assam, die Dance Company Theaterhaus Stuttgart und Eric Gauthier sowie Steffen Fuchs und Compagnie vom Theater Koblenz.

Und es gibt noch mehr auf dem Programm des Balletts zu entdecken. Seien Sie neugierig. Nichts kann das Live-Erlebnis Theater ersetzen und so freuen wir uns auf die Nähe zu unserem Publikum, auf spannende Ballett-Abende und natürlich auf Ihren Applaus.

 

Ihr Ivan Alboresi und das Ballett TN LOS!

Der Beginn/ Petruschka/ Playdead

Ballettdoppelabend von Ivan Alboresi und Douglas Lee

Ivan Alboresi

DER BEGINN

Musik von Dmitri Schostakowitsch

(aus der Kammersinfonie op. 110a)

Uraufführung

 

Ivan Alboresi

PETRUSCHKA

Musik von Igor Strawinsky

Uraufführung

 

Douglas Lee

PLAYDEAD

Uraufführung

 

Dieser Ballettabend trägt die Handschriften zweier Choreografen. Während Ballettdirektor Ivan Alboresi mit Igor Strawinskys »Petruschka« eines der berühmtesten Ballette des 20. Jahrhunderts für sein Ensemble selbst auf die Bühne bringt, hat er mit Douglas Lee einen international renommierten Gastchoreografen eingeladen. Douglas Lee war viele Jahre lang Solotänzer im Stuttgarter Ballett. Seit 2011 ist er als freischaffender Choreograf u. a. für das Ballett Zürich, das Atlanta Ballet und das Nederlands Dans Theater II tätig.

Strawinsky, dessen Todestag sich im April 2021 zum 50. Mal jährte, komponierte »Petruschka« 1911 für die Ballets Russes in Paris. Protagonisten sind die drei Puppen eines Gauklers auf einem Jahrmarkt, die durch Zauberkraft eine Seele erhalten. Realität und Fiktion verschwimmen in diesem eindrucksvollen Ballett. Eingeleitet wird dieser Teil des Abends durch »Der Beginn«, eine Choreografie, die den drei Persönlichkeiten eines Magiers Gestalt gibt.

Wie verändern sich Kindheitserinnerungen im Laufe eines Lebens? Gehen sie sogar verloren? Diese Gedanken inspirierten Douglas Lee zu seiner Arbeit. Die zwischen Leichtigkeit und dunkler Färbung changierende Klaviermusik u. a. vom niederländischen Komponisten Simeon ten Holt gibt den Rahmen, innerhalb dessen sich die Tänzer bewegen.

Übrigens: In Paris schuf Strawinsky seine berühmtesten Ballette. Dort soll er mit der renommierten Modedesignerin Coco Chanel eine Affäre gehabt haben, die schöpferisch auf beide einen starken Einfluss hatte. So erzählt es zumindest der Film »Coco Chanel & Igor Strawinsky« aus dem Jahr 2009. Diesem zufolge wäre Coco Chanels berühmtes Parfüm Chanel No. 5 ohne Strawinsky nicht entstanden!

Termine

  • 22 Fr 19:30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

Pressestimmen

Nordhausen entwickelt sich zu einem kreativen Tanzzentrum von überregionaler Ausstrahlung. Seit 2016 leitet Ivan Alboresi eine zwölfköpfige, zur Spielzeit fast zur Hälfte erneuerte Kompanie und ist Motor für ein ganz im Heute verwurzeltes Repertoire. Nach einer fulminanten »Carmen«-Version zu Saisonbeginn bestätigt er mit einem Zweiteiler den hohen Standard von Choreografie und Ensemble … Bestechend Kino Luques tänzerisch furioser Petruschka, Alfonso López González als selbstquälerischer Magier.

(Volkmar Draeger, TANZ 04.22)

 

(…) Nahezu nahtlos knüpft Ivan Alboresi an, indem er das muntere, letztlich aber mortale Treiben (…) in innere Welten verlegt. Wie man wurde, wer man ist, wie ein Charakter sich formt und welche verborgenen Traumata sein Handeln bewegen, hat er zur traurig bitteren Szenerie aus dem Seelenleben des Gauklers auf die Bühne projiziert. So anspruchsvoll dieses aus dem Psychologisch-Abstrakten in eine Fantasiewelt verkörperlichte Denken auch war, so begeistert reagierte das faszinierte Publikum (…) Mit einfachen Mitteln zaubert der britische Choreograf (Douglas Lee) berückende Bilder voller melancholisch-poetischer Kraft – als Metapher für eine Maschinenwelt.

(Thüringer Allgemeine, Wolfgang Hirsch)

(…) Douglas Lee, der auch für Bühne und Kostüme verantwortlich zeichnet, hat mit »Playdead« ein wunderbar musikalisches Tanzstück für die Nordhäuser Compagnie geschaffen. Und es ist viel los auf der Bühne. Plötzlich haben die sechs Tänzerinnen und fünf Tänzer halbhohe schwarze Holzwände vor sich, hinter denen sie ihre Köpfe und Hände verschwinden und wieder auftauchen lassen. Die sie rasant über die Bühne fahren. Die bald Einzelne, bald Alle zu neuen Bewegungsmustern animieren. Durch die leichten Phasenverschiebungen der Patterns der Minimal Music entstehen so spannende Konstellationen und Bewegungsverschiebungen. Das TN-LOS!-Ballett (wie es sich selbst nennt) at its best. So witzig und blitzschnell die virtuosen Aktionen der Gesamttruppe erfolgen, so intensiv schälen sich einige Solos und Duos heraus. Douglas Lee, ein weltweit erfolgreicher Choreograf, der aus dem Stuttgarter Ballett hervorgegangen ist, hat sich tiefgreifende Gedanken gemacht, die man im Programmheft nachlesen kann, aber die Wirkung seines Tanzstücks auf das Publikum ist ganz unmittelbar und direkt – gerade die Abstraktion bei absoluter Virtuosität macht den hohen Reiz aus und führt zu Ovationen für Compagnie und Team … Auch dieser »Petruschka« wirkt rein aus sich heraus (…) Die fantastische Perfektion und Bewegungslust der Compagnie lassen die fünfzig Minuten wie im Flug vergehen. Auch auf »Petruschka« reagierte das Nordhäuser Publikum mit Jubel. So unterschiedlich die Tanzstile beider Stücke sind, so sehr sind sie unterirdisch durch Struktur und Thematik miteinander verbunden.

(tanznetz.de, Bernd Feuchtner)

(…) Besonders eindrucksvoll nimmt das Ensemble immer wieder Impulse aus der minimalistischen Musik (in »Playdead«) auf oder lässt Bewegungen durch die einzelnen Körper wandern. Gerade in den Soli überraschen die Compagnie-Mitgliederkomplizierten und unerwarteten Bewegungsabläufen. Im zweiten Teil nimmt diese starke Energie etwas ab. Dafür kann der Tänzer Alfonso López González als Magier mitseiner Ausstrahlung komplett für sich einnehmen. Der Nordhäuser Ballettchef Ivan Alboresi konnte einen großartigen Gast für das Haus gewinnen, der viel aus dem Ensemble rausgeholt hat. Die gegenseitige Wertschätzung der beiden Choreografen ist auch daran zu spüren, dass beide Teile so gut harmonieren und ineinander greifen. Das Beste an diesem Abend ist: Die beiden Künstler erzählen zwar etwas sehr spezifisches, das aber vermutlich das ganze Publikum kennt. Weil sie das auf so symbolhafte Weise tun, kann sich jeder Besucher und jede Besucherin hineinimaginieren und etwas ganz eigenes aus dem Abend mitnehmen.

(MDR-Kritik, Thilo Sauer)

Fotos

Ballett TN LOS!
Julia Lormis
Jose Antonio Kino Luque, Alfonso López González
Julia Lormis
Jose Antonio Kino Luque; Alfonso López González
Julia Lormis
Luca Scaduto
Julia Lormis
Otylia Gony, Thibaut Lucas Nury
Julia Lormis
Alfonso López González
Julia Lormis
Alfonso López González, Jose Antonio Kino Luque, Otylia Gony, Thibaut Lucas Nury
Julia Lormis
Erika Cucumazzo, Luca Scaduto
Julia Lormis
Alfonso López González
Julia Lormis
Otylia Gony
Julia Lormis
Otylia Gony, Thibaut Lucas Nury, Jose Antonio Kino Luque
Julia Lormis
Otylia Gony, Thibaut Lucas Nury
Julia Lormis
Alfonso López González
Julia Lormis
Jose Antonio Kino Luque
Julia Lormis
Aflonso López González
Julia Lormis
Ida Zenna
Ida Zenna
Ida Zenna
Ida Zenna
Ida Zenna
Ida Zenna

Einführung in letzter Minute

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