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4. Sinfoniekonzert Konzerte ab 19. März 2022, Haus der Kunst, Sondershausen

Herzlich Willkommen

 

Lassen Sie sich von dem traditionsreichen Loh-Orchester Sondershausen aus dem Trubel des Alltags entführen und genießen Sie ein vielfältiges Programm mit großartiger Konzertliteratur. Unsere Sinfoniekonzerte nahmen sie bisher mit auf musikalische Reisen in den hohen Norden, nach Frankreich und nach Wien, Sie ließen sich von »Leidenschaften« mit Musik von Strauss, Bruch und Dvořák im 4. Sinfoniekonzert mitreißen und von »Poetischen Beziehungen« im 5. Sinfoniekonzert verzaubern. Im letzten Sinfoniekonzert der Saison wird unser Publikum das 2. Klavierkonzert von Johannes Brahms mit Fabio Bidini als Solisten und die 2. Sinfonie von Schumann unter der musikalischen Leitung von Tomo Keller, Artist in Resonanz am TN LOS!, begeistern.

Loh- und Schloss-Konzerte, Sonder- und Kinderkonzerte sowie Konzerte in der Königsdisziplin, der Kammermusik – das Angebot ist riesig und macht sicher Lust auf die wunderbare Welt der Musik.

4. Sinfoniekonzert

Richard Strauss nahm sich in seiner Tondichtung des berühmten Verführers Don Juan an. Mit einer farbenreich orchestrierten Musik malt er die Höhen und Tiefen von Don Juans Eroberungen, denn so rasch dieser bei den Damen Erfolg hatte, so schnell wurde er ihrer auch wieder überdrüssig. Die sinfonische Dichtung hebt also stürmisch und auftrumpfend an, endet dann aber in einem resignierenden, leisen Schluss. Antonín Dvořáks 8. Sinfonie ist dazu ein aufgeräumter, lichter Kontrast. Sie beeindruckt mit ihrem unverkennbar böhmischen Charakter und sucht in ihrer schier überbordenden Fülle an musikalischen Ideen ihresgleichen. Kein geringerer als Johannes Brahms bewunderte Dvořáks Kreativität: »Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen einer ganzen Sinfonie zusammenklauben.« Während seiner Zeit als Hofkapellmeister in Sondershausen vollendete Max Bruch sein erstes Violinkonzert. Anfangs war der Komponist erfreut über dessen durchschlagenden Erfolg. Es zog Solisten und Zuhörer aufgrund seiner ausdrucksstarken Melodik und Klangschönheit gleichermaßen in seinen Bann. Doch bald wurde Bruch dieser Euphorie überdrüssig, da die gesamte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sich nur auf dieses eine Werk konzentrierte. Er ging sogar soweit, ein Aufführungsverbot zu erwägen und schrieb an seinen Verleger: »Ich kann dieses Concert nicht mehr hören – habe ich vielleicht nur dieses eine Concert geschrieben?«

Gefördert durch die GVL und den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats

Übrigens: Richard Strauss ist dafür bekannt, dass er leidenschaftlich Skat spielte. Max Bruch liebte das Volkslied und bezeichnete sich selbst als »Volkslied-Narr«. Und Antonín Dvořák? Sein Interesse galt Lokomotiven. Er verbrachte viel freie Zeit an Bahnhöfen, war mit Lokführern bekannt, wusste über alle Lokomotivtypen Bescheid und führte Aufzeichnungen über Fahrpläne und technische Details, die er seinen Söhnen und Studenten gerne erklärte.

Programm

»Leidenschaften«

Richard Strauss, Don Juan, Tondichtung op. 20
Max Bruch, 1. Violinkonzert g-Moll op. 26
Antonín Dvořák, 8. Sinfonie G-Dur op. 88

 

Einführung jeweils ab 17.15 Uhr.
Konzertbegleitendes Angebot für Kinder zwischen 7 und 13 Jahre jeweils im zweiten Teil des Konzertes.

Termine

  • 20 So 18:00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

Fotos

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