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Der Opernabend vereint zwei Extreme in sich: eine Geschichte, wie sie tragischer kaum sein könnte, und eine Geschichte, wie man sie schlitzohrig-heiterer kaum erdenken kann. Beide entstammen der italienischen Operntradition und versprechen einen Hörgenuss.
Leoncavallos 1890 entstandene Oper „Der Bajazzo“ ist aus dem Leben gegriffen: Der Komponist erlebte siebenjährig eine Eifersuchtstragödie, bei der ein Darsteller aus einem Stegreifspiel seinen Nebenbuhler erstach, mit dem ihn seine Ehefrau betrogen hatte.
Der wahnsinnige Gegensatz zwischen dem tiefen Leiden des hintergangenen Schauspielers und seiner Aufgabe, im Mantel des Bajazzo hinter der lachenden Maske öffentlich heiteres Theater zu spielen, hat den Komponisten zu entsprechender Musik beflügelt. Mit Leidenschaft gestaltet er das wirkliche Leben und interpretiert die Gefühle der Personen. Für die burleske Handlung in der Verkleidung wählt Leoncavallo spielerische Melodien. Die Musik ist es, das Belcanto des Gefühls, das die Oper „Der Bajazzo“ unsterblich macht.
Auch im zweiten Teil des Opernabends wird in Maskierung agiert. Hier allerdings trägt der Verkleidete den Triumph davon. Gianni Schicchi schlüpft in die Sachen des soeben verstorbenen Buoso Donati, um dem Notar vorgaukeln zu können, Buoso wolle sein Testament machen. Da im wahren Testament die gesamte Verwandtschaft Buosos enterbt wurde, stimmt sie Schicchis Spiel zu – nicht ahnend, dass er sich selbst die größten Pfründe zuschanzen würde!
Der Spaß besticht durch Puccinis Musik, zu der die berühmte Arie „Oh, mio babbino caro“ gehört.

Der Bajazzo/Gianni Schicchi