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Nach „Prost, Henriette!“ gibt die „Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei“ erneut das besondere Ambiente für einen besonderen Abend. Der aus Nordhausen stammende, vor allem aus dem Fernsehen bekannte Schauspieler Frank Sieckel lässt die Zuschauer in die Seelenlage eines Kontrabassisten Einblick nehmen. „Ich wollte nur einleitend feststellen, dass der Kontrabass das zentrale Orchesterinstrument ist. Im Grunde weiß das auch jeder. Es gibt bloß keiner offen zu…“ Der damit seinem Publikum gegenübertritt, ist – zu seinem Leidwesen – ein Kontrabassist vom dritten Pult. „Am ersten Pult sitzt unser Solist, neben ihm der stellvertretende Solist; am zweiten Pult der Vorspieler und der stellvertretende Vorspieler; und dahinter kommen die Tuttisten. Mit der Qualität hat das weniger zu tun, es sind eben Planstellen. Weil, ein Orchester, müssen Sie sich vorstellen, ist und muss sein, ein streng hierarchisch gegliedertes Gebilde, und als solches ein Abbild der menschlichen Gesellschaft schlechthin.“ Von seinem dritten Pult des Lebens aus fördert der Kontrabassist in seiner Ansprache einiges zutage, das ihn kühn werden lässt. Denn da ist noch diese Sopranistin, die er liebt, Sarah. Er hat sie noch nie angesprochen, doch er versucht, „eklatant schön“ zu spielen, wenn sie auf der Bühne steht, „soweit das auf seinem Instrument möglich ist“. Heute Abend will er sein Leben spektakulär ändern!

Frank Sieckel (im Theater Nordhausen zuletzt in „Mein Freund Bunbury“ und ab März 2012 in „West Side Story“) mag das Stück, das eine perfekte Mischung aus Boulevard- und Erzähltheater ist. Es unterhält, indem es auf warmherzige und skurrile Weise die Geschichte eines Musikers erzählt, der an der Musik gescheitert und dennoch von ihr begeistert ist. Ein „feines Bonbon für das Publikum“, wie Frank Sieckel sagt.

Der Kontrabass