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Eugen Onegin, ein junger Petersburger Müßiggänger, hat auf dem Land ein Gut neben dem seines Freundes Lenski erworben. Onegins Manieren machen Eindruck auf Tatjana, die bisher ihre Freuden nur in romantischer Literatur gefunden hat. Doch während Lenski ihre Schwester Olga liebt, meint Onegin, sich einer zarten Liebe wegen nicht binden zu wollen. Als er zu Tatjanas Namenstag ausschließlich mit Olga tanzt, überwirft er sich mit seinem Freund. Das Duell wird unvermeidlich, in dem Lenski stirbt.
Als Onegin Tatjana Jahre später wiedertrifft, empfindet auch er Liebe. Doch zu spät. Zwar liebt sie ihn noch immer, doch sie hält ihrem Gatten, einem Petersburger Fürsten, die Treue. 
Als "Enzyklopädie des russischen Lebens" bezeichnete Belinski den Versroman "Eugen Onegin", der von Tschaikowsky, dem bedeutendsten russischen Komponisten des 19.. Jahrhunderts, zum Opernstoff gewählt wurde. Volksfestmusik in der Oper charakterisiert die ländlich-naive Gesellschaft, die Komposition eines aristokratischen Balls lässt die St. Petersburger Gesellschaft lebendig werden. In den Arien und Duetten widerspiegelt Tschaikowskys zu Herzen gehende Musik das Innenleben der Figuren und macht sie uns zu Vertrauten.
In Alexander Puschkins Roman wird die Geschichte von einem Erzähler vorgetragen. Dieser ist unschwer als Alter Ego Puschkins zu deuten. Die junge Regisseurin Katharina Thoma und ihre Ausstatterin Julia Müer wollen mit ihrer Operninszenierung "Eugen Onegin" nicht nur die geniale Musik Tschaikowskys, sondern ebenso auch Puschkin, den Begründer der russischen Nationalliteratur, wieder ins Bewusstsein rufen.

Eugen Onegin