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Morgen soll Premiere sein. Magnus M. Hertel hat am Theater Kratzebühl „Hamlet“ inszeniert. Mit seiner Verflossenen in allen Rollen. Heute ist Generalprobe. „Öffentliche Generalprobe heißt nicht, dass jetzt jeder hier den Probenprozess stören darf“, aber genau danach sieht es aus. Der frustrierte Lokaljournalist vergnatzt die Hauptdarstellerin, der Feuerwehrmann verschafft sich einen Auftritt als Rezitator, der Gestiefelte Kater zelebriert „Sein oder nicht sein“, die Abonnentenvertreterinnen kämpfen für einen „Hamlet“, wie ihn Shakespeare auch gemeint hat, und Regisseur Hertel beharrt darauf, „authentisches Theater“ machen zu wollen. Klar, dass die Intendantin – nachdem sie geklärt hat, wann für wen wie viele Bockwürstchen heiß gemacht werden sollen – eingreifen muss, damit „das hier nicht aus dem Ruder läuft“.

Nachdem die „Silberdisteln“ vier Jahre ihre Stoffe bei den großen Theaterklassikern gefunden haben, setzen sie sich nun humorvoll mit dem Theater selbst auseinander. Gleich dem Prinzen Hamlet, der eine Schauspielertruppe engagierte, um aufzudecken, was im Staate Dänemark faul war, vertrauen die lebenserfahrenen Spieler der entlarvenden Kraft des Theaters. Indem sie genüsslich den Finger in jede absurde Wunde des Theaters Kratzebühl legen, zeigen sie viel mehr als die Probleme eines Theaters. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: „Die Wirklichkeit ist unsere Lehrmeisterin und bleibt immer theatralischer als das Theater“.

Hamlet stirbt ... und geht danach Spaghetti essen