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»Wahnsinn!« war das Hauptwort, als am 9. November 1989 die Mauer fiel. Unvergessliche Emotionen und Bilder haben sich damals ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Im Zentrum der Komödie von Karsten Laske und Steffen Mensching steht Konrad Polauke. Der Blumenhändler aus Berlin-Steglitz reist seit Jahren regelmäßig nach Ost-Berlin, weniger um Mokkafix-Kaffee zu schlürfen und Goldbroiler zu zerrupfen, sondern mehr der geschäftlichen und geschlechtlichen Beziehungen wegen. Als im Sommer 1989 tausende DDR-Bürger über die ungarisch-österreichische Grenze die Flocke machen und über Prager Botschaftszäune klettern, spürt der Florist Gefahr im Verzug. Soll sein gut laufendes Geschäftsmodell nicht den Bach runtergehen, muss er handeln. Polauke fährt in die Hauptstadt der DDR mit der festen Absicht, im Gespräch mit dem »Honi« einiges im Nachbarland geradezurücken. Plötzlich ist für den Geschäftsmann nichts mehr wie früher. Doch Polauke ist viel zu gewieft, um sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen.
Diese unterhaltsame Komödie wurde im November 2019 anlässlich des Mauerfalls vor 30 Jahren am Theater Rudolstadt uraufgeführt. Die Autoren hätten eine »kühne wie handlungsreiche Boulevardkomödie« und »ein kluges Stück« geschaffen betonte die Ostthüringer Zeitung.

Übrigens: Die deutsch-deutsche Grenze verlief mitten durch den Harz. Sein höchster Berg, der Brocken, lag auf der Ost-Seite und war für West- und Ostdeutsche gleichermaßen unerreichbar. Er war militärisches Sperrgebiet, und die DDR und die Sowjetunion nutzten ihn für große Abhöreinrichtungen. Als am 3. Dezember 1989 ein Trupp von 6000 friedlichen Demonstranten auf den Gipfel zog, fiel auch diese Bastion des Kalten Krieges. Die Armeetruppen leisteten keinen Widerstand, als sich ihre Landsleute diesen von Betonmauern umgebenen Ort zurückeroberten.

Hilfe, die Mauer fällt!

Mitarbeit Michael Kliefert

  • Fr 08.04. 19.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • Fr 29.04. 19.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • So 15.05. 14.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • Sa 21.05. 19.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • Inszenierung

    Steffen Mensching

  • Bühne und Kostüme

    Monika Maria Cleres

  • Mit Mitgliedern des Schauspielensembles des Theaters Rudolstadt

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