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Franz Schuberts Herz schlug zwar für das Theater, aber als Komponist war ihm auf diesem Gebiet zu Lebzeiten wenig Erfolg beschieden. Von seinen musikdramatischen Schöpfungen ist die Ouvertüre zu dem Zauberspiel „Die Zauberharfe“, die er später dem romantischen Schauspiel „Rosamunde“ voranstellte, die bekannteste. Ihre Musik lässt in ihrem heiter-temperamentvollen Charakter unzweifelhaft an den damals auch in Wien so populären Rossini denken.

Christoph Ehrenfellner begreift sich in seinem 2. Violinkonzert als Erzähler, der seine musikalischen Ideen auf eine mannigfaltige Reise schickt. Gleichermaßen stürmisch und lyrisch komponierte Ehrenfellner, der in der vergangenen Spielzeit mit der Uraufführung seiner Luther-Sinfonie in Sondershausen und Nordhausen einen großen Erfolg feierte, sein Konzert in der Tradition Beethovens, Brahms’ und Tschaikowskys. Der russischen Geigerin Alexandra Soumm ist das ihr gewidmete Werk bestens vertraut, denn sie spielte 2014 bereits die Uraufführung.

Als „reif fürs Irrenhaus“ beschrieb Carl Maria von Weber den Komponisten Beethoven, als er dessen 1811/12 entstandene 7. Sinfonie hörte. Sein Unverständnis bezog sich auf die ungewöhnliche rhythmische Sprengkraft des Werkes, die Richard Wagner später zu dem vielzitierten Ausspruch verleitete, die Sinfonie sei „die Apotheose des Tanzes selbst“. Für das Wiener Publikum war sie Ausdruck der Freude über den kurz zuvor eingeleiteten Untergang Napoleons.

1. Sinfoniekonzert

Franz Schubert, Ouvertüre zu „Die Zauberharfe“ („Rosamunde“)
Christoph Ehrenfellner, 2. Violinkonzert op. 26
Ludwig van Beethoven, 7. Sinfonie A-Dur op. 92

 

  • Sa 29.09.2018 18.00 Uhr Haus der Kunst Sondershausen
  • So 30.09.2018 18.00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

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