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Eine einzelne kleine Trommel beginnt mit einem pochenden Rhythmus, eine Flöte kommt mit einer kreisenden, leisen Melodie dazu, zupfende Streicher begleiten, eine Klarinette steigt ein, dann ein Fagott … die Trommel wiederholt den Rhythmus mit wachsender Emphase … Wir befinden uns mitten im Sog von Maurice Ravels ursprünglich als Ballett komponierten »Bolero«, dem rauschenden Finale dieses Konzerts.
Unsere musikalische Frankreichtour beginnt mit Ravels nicht minder beliebter Komposition »La Valse«, die ebenfalls für Tänzer entstand. Ravels faszinierende Fähigkeit, tänzerische Atmosphäre zu erzeugen, erfasst uns auch heute mit voller Wucht. Mit Claude Debussys »Prélude à l’après-mide d’un faune«, dem »Vorspiel zum Nachmittag eines Fauns«, geht die Reise weiter. Debussy gelingt es mit seiner flirrenden, klangfarbenreichen Musik auf unvergleichliche Art, die wechselnden Stimmungen und Begierden des Fabelwesens in der gleißenden Sonne und stehenden Luft eines mediterranen Sommers in Tönen zu malen.
Die nächste Etappe unserer Frankreichrundfahrt gilt Camille Saint-Saëns, dessen 100. Todestag 2021 begangen wird. Sein Cellokonzert a-Moll erfordert das ganze virtuose Können des Solisten und ist eines der meistgespielten Konzerte der Cello-Literatur.
Das Poème für Violine und Orchester »Frühlingslicht« schuf der Preisträger des Sondershäuser Kompositionswettbewerbs 2018 Romeo Wecks. Es bringt den kühlenden Kontrast zu den leidenschaftlichen französischen Werken.

Übrigens: Camille Saint-Saëns war ein Allroundtalent und nicht nur als Komponist, sondern auch als Musikwissenschaftler und Naturwissenschaftler anerkannt. Für seine Forschungen begab er sich auf weltweite Reisen. Besonders aktiv war er als Astronom. Der Blick ins Teleskop war im Paris des 19. Jahrhunderts bei Straßenhändlern möglich. Doch Saint-Saëns wollte mehr, und so verkaufte er mit 23 Jahren sechs Kompositionen, um endlich sein eigenes Teleskop zu besitzen.

2. Sinfoniekonzert

Maurice Ravel, La Valse, Poème chorégraphique für Orchester
Camille Saint-Saëns, 1. Cellokonzert a-Moll op. 33
Romeo Wecks, Preisträger des Sonderhäuser Kompositionswettbewerbs 2018 »Frühlingslicht«, Poème für Violine und Orchester (Uraufführung)
Claude Debussy, Prélude à l’après-mide d’un faune, Sinfonische Dichtung, L. 86
Maurice Ravel, Boléro

  • Sa 06.11. 18.00 Uhr Haus der Kunst, Sondershausen
  • So 07.11. 18.00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • Musikalische Leitung

    Yura Yang

  • Violine

    Nikita Geller

  • Violoncello

    Sebastian Hennemann

  • Loh-Orchester Sondershausen

Termine