Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung der Aufrufe. Sie haben auf dieser Webseite die Möglichkeit personenbezogene Daten zu übermitteln. Ihr Besuch auf dieser Webseite kann von externen Unternehmen ausgewertet werden. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Richard Wagner und Johannes Brahms gehörten zu ihrer Zeit zwei unterschiedlichen Lagern an. In diesem Konzert spannen ihre Werke den musikalischen Horizont auf, in dem sich der junge Max Bruch bewegte, dessen Tod sich am 2. Oktober 2020 zum 100. Mal jährt. Wagner und Brahms wirkten zwar in anderen Musikzentren, aber auch Sondershausen war zu Bruchs Zeit eine überregional bekannte Musikstadt und hielt für den Kapellmeister viele Entfaltungsmöglichkeiten bereit, wie er einmal an Brahms, der durchaus mit dem Gedanken spielte, sich nach Bruch in Sondershausen zu bewerben, schrieb. Hier in Sondershausen vollendete Bruch sein berühmtestes Violinkonzert. Ein Kleinod ist Bruchs „Ave Maria“ für Violoncello und Orchester, denn das Violoncello steht mit seinem klanglichen Schmelz für die Romantik schlechthin.

Brahms’ zweite Serenade erhält ihren warmen Klang durch eine Betonung der Bratschen und Violoncelli, die mit Bläsern kombiniert sind. Brahms komponierte das Werk aus der Beschäftigung mit Bläserserenaden von Mozart und Haydn heraus. Das diametral entgegengesetzte andere Ende der Skala romantischer Musik erhellen Wagners Tristanvorspiel und Liebestod, also Beginn und Ende seines Musikdramas „Tristan und Isolde”. Mit ihren chromatisch drängenden Linien und für die damalige Zeit gewagten Harmonien spannen beide Stücke den Bogen über das Seelendrama der unerfüllten Liebe von Tristan und Isolde.

Übrigens: Bruch und Brahms verband zu Lebzeiten zunächst eine kollegiale Freundschaft, Bruch zeigte sich vor allem von Brahms’ „Deutschem Requiem“ begeistert und widmete ihm seine 1. Sinfonie. Später hatte Bruch allerdings Schwierigkeiten mit der Persönlichkeit des erfolgreicheren Kollegen und schrieb: „Treffe ich mit Brahms im Himmel zusammen, so lasse ich mich in die Hölle versetzen.“

2. Sinfoniekonzert

Johannes Brahms, Serenade Nr. 2 A-Dur op. 16
Romeo Wecks, „Frühlingslicht“ – Poème für Violine und Orchester (Uraufführung)
Max Bruch, Ave Maria“ für Violoncello und Orchester
Max Bruch, 1. Violinkonzert g-Moll op. 26
Richard Wagner, Vorspiel und Liebestod aus „Tristan und Isolde“

  • Sa 14.11. 18.00 Uhr Haus der Kunst, Sondershausen
  • So 15.11. 18.00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

Termine