Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung der Aufrufe. Sie haben auf dieser Webseite die Möglichkeit personenbezogene Daten zu übermitteln. Ihr Besuch auf dieser Webseite kann von externen Unternehmen ausgewertet werden. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Der Nationalgedanke und einhergehend damit die Wiederentdeckung der landeseigenen Kultur, insbesondere der Volksmusik, prägte im 19. Jahrhundert das Schaffen vieler Komponisten in ganz Europa. In Skandinavien gilt dies vor allem für den Norweger Edvard Grieg. Auch den Finnen Jean Sibelius inspirierten häufig Nationalepen und die weite, in ihrer Einsamkeit manchmal bedrückende finnische Natur. In seiner 1. Sinfonie verzichtete er jedoch auf ein außermusikalisches Programm und ließ die Musik für sich sprechen. Gleichwohl entfaltet sie in ihrem herb anmutenden Grundton einen Klang, der als unverkennbar »finnisch« gilt.
Michail Glinka wurde als Schöpfer der russischen Nationaloper unsterblich. Mit seiner zweiten Oper »Ruslan und Ljudmila« brachte er eine von Puschkin inspirierte, volkstümliche Geschichte auf die Bühne, die bevölkert ist von Helden, Zauberern und Prinzessinnen. Wie im Brennglas bündelt die Ouvertüre die dramatischen und lyrischen Themen der Oper und endet heroisch.
Für Peter I. Tschaikowsky war Glinka ein großes Vorbild. Tschaikowskys Werke sind stark von der russischen Kultur inspiriert, zugleich schloss er sich der europäischen Musik seiner Zeit an. Sein Klavierkonzert hatte einen schweren Start, denn Tschaikowskys Förderer und Freund Nikolai Rubinstein nannte es beim ersten Hören zunächst »armselig« und »unspielbar«. Dennoch wurde das Werk mit seinem fanfarenhaften Anfang, den nicht enden wollenden Klangkaskaden des Klaviers sowie den volksliedhaften Melodien zu einem der meistgespielten Klavierkonzerte überhaupt.

Übrigens: Tschaikowskys Konzert ist nicht nur das am häufigsten aufgenommene Klavierkonzert, sein Beginn diente auch als Soundtrack, als Rundfunkjingle (Wunschkonzert bei »Stimme der DDR«) und Kabarettprogrammintro (Dieter Hildebrandt) und wurde sogar zu Schlagermusik in DJ Ötzis »Und wenn das Schicksal es will«.

3. Sinfoniekonzert

Michail I. Glinka, Ouvertüre zur Oper »Ruslan und Ljudmila«
Peter I. Tschaikowsky, 1. Klavierkonzert b-Moll op. 23
Jean Sibelius, 1. Sinfonie e-Moll op. 39

  • Sa 05.02. 18.00 Uhr Haus der Kunst, Sondershausen
  • So 06.02. 18.00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

Termine