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Wie oft liegen nicht auch im Leben Spaß und Ernst dicht beieinander? Die schmissige Ouvertüre „Scapino“ von William Walton aus dem Jahr 1940 versprüht den Schalk der titelgebenden Commedia dell’Arte-Figur. Waltons Landsmann Benjamin Britten vollendete ein Jahr zuvor im amerikanischen Exil sein tiefgründiges Violinkonzert. Das in dieser sinnlichen und dramatischen Musik mitunter aufblitzende spanische Flair ist nicht zuletzt dem Gedenken an den spanischen Bürgerkrieg geschuldet, vor dessen Ausbruch 1936 sich Britten noch in Barcelona aufgehalten hatte. Der Solist des Abends Linus Roth hat dieses besondere Violinkonzert jüngst auf eine von der Presse hochgelobten CD aufgenommen. Erst in der vergangenen Spielzeit begeisterte er in Nordhausen und Sondershausen mit Alban Bergs Violinkonzert. Roth gilt als einer der interessantesten Geiger der jüngeren Generation, der „mit seiner über 300 Jahre alten Stradivari, seinem manchmal spinnwebenfeinen Ton, seiner rhythmischen Präzision und einem Füllhorn musikalisch bedingter Klangschattierungen und Farbnuancen sein Publikum verzaubert“ (Die Welt). Dem Schlusssatz von Brittens Konzert liegt ebenso wie dem Finale von Brahms’ letzter Sinfonie eine Passacaglia zugrunde. Schon Brahms’ Freund Joseph Joachim bewunderte in dieser ausdrucksstarken Sinfonie „die Dichtigkeit der Erfindung, das wunderbar verschlungene Wachstum der Motive“.

3. Sinfoniekonzert