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Mit der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 schwiegen erstmals seit fast sechs Jahren die Waffen. Unsagbares Leid, Schmerz und Trauer waren mit dem Ende des 2. Weltkriegs zwar keineswegs überwunden. Gleichwohl war es für die meisten Menschen mit Freiheit und Hoffnungen verbunden.


Das Schicksal des jüdischen Komponisten Viktor Ullmann, der 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt gebracht, am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert und dort zwei Tage später ermordet wurde, steht beispielhaft für das Leid von Millionen Juden im 2. Weltkrieg. In Theresienstadt schrieb er das Melodram „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“, für das er Auszüge aus der Erzählung von Rainer Maria Rilke mit Musik unterlegte. Rilkes Dichtung erzählt die Geschichte eines jungen Soldaten, der als Fähnrich im 17. Jahrhundert in Ungarn gegen die Türken kämpft, jedoch stirbt, als er die Fahne seiner Kompanie zu retten versucht. Ergreifend
und erschütternd zugleich ist die sensibel den Text nachempfindende Musik Ullmanns.


Mit Puccinis „Crisantemi“ erklingt eines der wenigen Instrumentalwerke des Italieners. Den langsamen Satz aus dem gleichnamigen Streichquartett fügte er später in die Sterbeszene der Titelheldin in seiner Oper „Manon Lescaut“.


Beethoven nahm sich in seiner 3. Sinfonie kompositorisch ganz neue Freiheiten. Sie sind nicht nur Ausdruck seines ästhetischen Ideals, sondern spiegeln auch seine Vision von einem neuen Menschen.


Übrigens: Gespannt sein darf man auf das Werk des jungen Komponisten Romeo Wecks, Gewinner des 3.Sondershäuser Kompositionswettbewerbs, das den verheißungsvollen Arbeitstitel „Frühlingslicht“ trägt. Sein Stück schuf er eigens für das Loh-Orchester.

6. Sinfoniekonzert

Gedenkkonzert anlässlich 75 Jahre Ende 2. Weltkrieg

Giacomo Puccini, Crisantemi
Viktor Ullmann, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke.
12 Stücke aus der Dichtung Rainer Maria Rilkes für Sprecher und Orchester (1944)

(Orchesterfassung nach Fragmenten und dem Particell Ullmanns erstellt von
Henning Brauel)
Ludwig van Beethoven, 3. Sinfonie Es-Dur op. 55

  • Sa 09.05. 18.00 Uhr Haus der Kunst Sondershausen
  • So 10.05. 18.00 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

Termine