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Haben junge Menschen noch Ideale und Ziele? Angesichts der verrohten Jugend sieht ein junger Lehrer schwarz. Obwohl eher grüblerisch und zurückhaltend veranlagt, wagt er den Widerspruch, als ein Schüler durch rassistische Sprüche auftrumpft. Auch Neger seien Menschen, erklärt der Pädagoge und bringt Schüler und Eltern geschlossen gegen sich auf. Bei einem Zeltlager in den Osterferien zur vormilitärischen Ausbildung geraten die Dinge vollends aus dem Lot. Ein Fotoapparat verschwindet, und der Lehrer wird unfreiwillig zum Zeugen einer nächtlichen Begegnung eines Schülers mit einem geheimnisvollen Mädchen. Um mehr zu erfahren, spioniert er im Tagebuch des Jungen. Als tags darauf ein anderer Mitschüler erschlagen im Wald aufgefunden wird, sieht sich der Lehrer selbst in ein brutales Verbrechen verstrickt. Seine berufliche Existenz und Glaubwürdigkeit stehen auf dem Spiel und bohrende Fragen nach der Manipulierbarkeit der Zivilgesellschaft und dem alltäglichen Opportunismus des Einzelnen werden laut.

 

Hermann Hesse schrieb 1938, ein Jahr nach Erscheinen des Buchs, begeistert von dem kriminalistisch angelegten Werk, es „schneidet quer durch den moralischen
Weltzustand von heute“.

Jugend ohne Gott