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Dieser Opernabend verbindet zwei Einakter, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Tragik und Komik stehen ebenso nebeneinander wie zwei ganz verschiedene Klangsprachen. Und doch gibt es Verbindendes, denn beide Werke erzählen eine Familiengeschichte.

„Kain und Abel“
Von der ältesten Familiengeschichte überhaupt handelt Christoph Ehrenfellners tragische Oper „Kain und Abel“, die eigens für das Theater Nordhausen entstand. Der strenge Gott-Vater bevorzugt Abel und zeigt gegenüber seinem Erstgeborenen Kain eine besondere Härte. Den Mord Kains an seinem Bruder aus Kränkung und Eifersucht beantwortet der Vater mit dessen Verbannung und dem Kainsmal. Evas Klage über den Verlust beider Söhne rahmt das archaische Geschehen ein. Es schließt mit einer überraschenden, aber konsequenten Entscheidung Evas, die weit über die biblische Geschichte hinausgeht.

„Gianni Schicchi“
Puccini schrieb „Gianni Schicchi“ 1918 als heiter-komisches Schlussstück seiner Operntrilogie „Il trittico“. Weil der reiche, soeben dahingeschiedene Buoso Donati seine gesamte Verwandtschaft enterbt hat, bittet diese den gerissenen Gianni Schicchi um Hilfe. Er erklärt sich bereit. Allerdings erkennt die Verwandtschaft erst zu spät, dass Schicchi die Ränke nur zu seinem eigenen Vorteil schmiedet. Raffiniert entlarvt die Musik, aus der Laurettas empfindsame Arie „O mio babbino caro“ herausragt, List und Scheinheiligkeit. Wir bringen Puccinis hintergründiges Opernkleinod mit jungen Sängerinnen und Sängern der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar auf die Nordhäuser Bühne.

Übrigens: Auch 1983 zeigte das Theater Nordhausen Puccinis heiteren Einakter „Gianni Schicchi“. Dass selbst die Darsteller auf der Bühne lachten, lag allerdings nicht an der skuril-heiteren Handlung: Aus dem Bett des verstorbenen Buoso Donati erklangen tiefe Schnarcher. Der Statist, der zuvor dem Alkohol zugesprochen hatte, war eingeschlafen, verdiente sein Geld gewissermaßen im Schlaf!

 

Kain und Abel/Gianni Schicchi

Opernabend

KAIN UND ABEL
Libretto von Anja Eisner und Daniel Klajner

GIANNI SCHICCHI
Libretto von Giovacchino Forzano
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar

  • Fr 19.03. 19.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • So 21.03. 14.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • Fr 26.03. 19.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus
  • Sa 24.04. 19.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

Termine