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Weil die Republik Venedig ihn braucht, um auf Zypern die Macht gegen die Osmanen zu erhalten, wird Othello als Feldherr geachtet. Seiner dunklen Hautfarbe wegen bleibt er jedoch ein unerwünschter Außenseiter. Nur Desdemona, die Tochter eines einflussreichen Senators, bekennt sich – gegen den Willen ihres Vaters – zu ihm.
Da Othello kürzlich bei einer Beförderung seinen Fähnrich Jago übergangen hatte, und ihm den jüngeren Cassio vorzog, beschließt Jago, sich mit einer mörderischen Intrige zu rächen. Er macht Othello glauben, seine Gattin Desdemona betrüge ihn mit Cassio. Die Indizien, darunter ein von Desdemona verlorenes Taschentuch, scheinen Jagos Anschuldigungen zu belegen. Zu spät erkennt Othello seinen Irrtum: Er hat in seiner Raserei Desdemona getötet und tut Buße, indem er sich mit seinem Dolch entleibt. Sterbend küsst er Desdemona ein letztes Mal. Die um 1603/1604 entstandene Tragödie geht auf eine Novelle des Italieners Giraldo Cinthi aus der vierzig Jahre zuvor erschienenen Sammlung „Hecatommithi“ zurück. Die Novelle machte aus dem historischen, von Venedig auf Zypern eingesetzten Gouverneur Cristofalo Moro nicht dem Namen, sondern der Hautfarbe nach einen Mohren. „Othello“ blieb kein simples Drama um Eifersucht und Intrigen, sondern wurde zum menschlichen Drama um Vorurteile und daraus resultierende Infamien. Politisch-moralisch aktueller könnte ein Stück heute nicht sein.

Othello