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Ein ausgemusterter Major, eine schrullige Schriftstellerin, ein Möchtegern-Schauspieler mit Sprachfehler („Ihr wonnt nicht, dass ich Euch etwas vordeknamiere?!“) und ein weltenbummelnder Wissenschaftler gehören zu den Bewohnern der Berliner Pension Schöller. Der Besitzer dieses Etablissements hat zudem eine schöne Tochter, die der junge Alfred Klapproth vom Fleck weg heiraten würde, wenn er sich das Unternehmen Ehe leisten könnte. In diesem Moment trifft sein erlebnishungriger Onkel Philipp in der Hauptstadt ein. Er ist besessen von dem Wunsch,
ein paar echte Verrückte kennen zu lernen. Koste es, was es wolle. Kurzerhand deklariert Alfred die Pension Schöller zur Irrenanstalt und die Gäste zu schweren Fällen. Die Täuschung klappt, der Onkel amüsiert sich prächtig unter den Wahnsinnigen. Aber der Spaß hat seinen Preis. Zurück in der Provinz kann der Hauptstadt-Tourist mit seinen verrückten Geschichten am Stammtisch angeben, doch als die Patienten leibhaftig auftauchen, ist Schluss mit lustig. Die lieben Irren mischen die ländliche Idylle tüchtig auf und rauben dem Onkel bald den letzten Nerv …
„Pension Schöller“, die 1890 uraufgeführte Paradenummer unter den Schwänken, hat wunderbar schräge Rollen für Schauspieler, strotzt vor temporeichen Dialogen und aberwitziger Situationskomik, die die Schranke zwischen Wahnsinn und Normalität ins Wanken geraten lässt. Die „Thüringische Landeszeitung“ schrieb über die Premiere: „Wahnsinn! In Rudolstadt gehen die Protagonisten in Gelächter unter. Das Publikum tobt, klatscht sich auf die Schenkel und putzt die lachtränenfeuchten Brillengläser.“

Pension Schöller