Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung der Aufrufe. Sie haben auf dieser Webseite die Möglichkeit personenbezogene Daten zu übermitteln. Ihr Besuch auf dieser Webseite kann von externen Unternehmen ausgewertet werden. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Irgendwo in Irland. In ein zerfallenes Herrenhaus aus der Tudor-Zeit ziehen Cyril Poges und Basil Stoke, zwei reiche Engländer, begleitet von ihren irischen Geliebten. Der Traum vom paradiesischen Landleben soll als Alternative zu den Strapazen der modernen Zivilisation herhalten. Doch: Vier irische Handwerker lassen die neuen Besitzer auflaufen! Statt das Schlösschen instand zu setzen, demolieren sie mit ihrem handwerklichen Tun mehr, als sie reparieren. Es dauert nicht lange, bis die Geliebten der Hausherren die Fronten wechseln und sich ihren proletarischen Landsleuten an den Hals werfen. Dann naht die Flut, die das ganze Anwesen zu verschlingen droht. Eine Wolke aus Purpurstaub - mehr bleibt von den spirituellen Werten der irischen Vergangenheit nicht übrig?

In O'Caseys "hinterhältiger Komödie" entsprechen den thematischen Gegensätzen - Iren gegen Engländer, Arbeiter gegen Börsenspekulanten, das Land gegen die Stadt - die stilistischen: Ernüchterung und Poesie, Jux und Trauer, Rülpsen und Lyrik, Tragik und Komik!

PS: Wussten Sie, dass Sean O'Casey, DER irische Dramatiker des 20. Jahrhunderts, 1927, als man ein neues Stück von ihm am Nationaltheater (Abbey Theatre) Dublin ablehnte, nach England auswanderte?

Purpurstaub