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Was passiert, wenn aus Brüdern Feinde werden?
Karl Moor hat den Absprung geschafft: Obwohl er der Liebling des Vaters ist, hat er sich seiner strengen Kontrolle entzogen und ist nach Leipzig zum Studium gegangen. Sein jüngerer Bruder Franz indes sitzt noch in der sächsischen Pampa fest und wird vom eigenen Vater mehr geduldet als geliebt. Wütend über diese Zurückweisung beschließt Franz gemeinsam mit seinen Kumpeln, sich dafür an seinem Vater und seinem Bruder gleichzeitig zu rächen. So lässt er Karl vom väterlichen Handy aus eine Nachricht zukommen, in der ihm der Vater vermeintlich mitteilt, dass er von ihm keinerlei Unterstützung mehr zu erwarten habe – weder finanziell noch ideell. Aus Trotz schließt sich Karl daraufhin wieder seiner alten Berliner Clique an, um mit ihr krumme Dinger zu drehen. Fürs erste triumphiert der kleine Bruder …
In diesem Schauspiel begleiten die Zuschauer*innen die beiden Brüder auf ihrer Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Das Aufbegehren gegen die Eltern, das Infragestellen bisheriger Werte, das Lösen von alten und Knüpfen von neuen Verbindungen gehören genauso zum Erwachsenwerden wie die Eifersucht und die erste Liebe.
In dieser modernen Version der berühmten schillerschen Vorlage wählen die jugendlichen Spieler*innen, ebenso wie das Publikum, ihre Identifikationsfiguren selbst aus. Dabei stellen sie sich der Frage, wie sie in einer ähnlichen Situation handeln würden.

Übrigens: Schiller begann seine Arbeit am Freiheitsdrama »Die Räuber« 1776. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in der Ausbildung zum Militärarzt und war gerade einmal 17 Jahre alt – im gleichen Alter sind auch die Spielerinnen und Spieler des Theaterjugendclubs, die in dieser Spielzeit in »Die Räuber 2.0« zu sehen sein werden. 

Die Räuber 2.0

Nach Friedrich Schiller »Die Räuber«

  • Sa 23.04. 19.30 Uhr Theater Nordhausen, Großes Haus

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